35. Spieltag RWO - Arminia Bielefeld 0:1 (0:1) Mund abwischen und weiter!
Im Kampf um den Klassenerhalt haben die „Kleeblätter“ vier Runden vor Schluss einen schmerzhaften Leberhaken einstecken müssen. Im Keller-Duell der Zweitliga-Absteiger musste sich der SC Rot-Weiß Oberhausen dem DSC Arminia Bielefeld vor 6.135 Zuschauern unglücklich 0:1 (0:1) geschlagen geben und kassierte erstmals seit dem 03. Dezember 2011 wieder eine Heimniederlage (0:1 gegen Erfurt).
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Nach zuvor acht ungeschlagenen Partien in Serie tat die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten besonders weh. Aber aufgeben bei zwei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer? Da hätte RWO ja schon nach dem 20. Spieltag und sieben Zählern Abstand auf Platz 17 das Handtuch werfen können.
Trotz aller vergebener Chancen und manchem Fehler in der Defensive zeichneten sich die Rot-Weißen durch eine unbändige Kampfkraft, bedingungslosen Einsatzwillen und eine starke Moral aus. Nicht zu vergessen: die spielerische Klasse, mit der RWO in der ersten Viertelstunde die Bielefelder Hälfte belagerte und das Arminia-Tor bestürmte.
Bei aller Selbstkritik für den Blick aus der Vereinsbrille auf diesen Seiten - wer ein schwaches Spiel der Mannschaft von Trainer Mario Basler gesehen hatte, der muss in einem anderen Stadion gewesen sein…
Dank Rückkehrer Timo Kunert gab es vor allem auf der rechten RWO-Seite wieder mächtig Dampf. Seine Freistoß-Flanke ließ der überragende DSC-Keeper Patrick Platins im Fünfer fallen, aber Manuel Hornig klärte in höchster Not vor dem einschussbereiten Tobias Willers (3.).
Auch Benjamin Weigelt war nach 14-tägiger Verletzungspause wieder dabei und jagte direkt einen gefährlichen Freistoß in den Bielefelder Strafraum (6.), die Hereingabe verpasste Felix Schiller nur um Haaresbreite.
Keine 60 Sekunden verfehlte Kunert mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern nur ganz knapp das Bielefelder Tor (7.) und kurz darauf köpfte Bielefelds Hornig bei einem Abwehrversuch nach einer Weigelt-Ecke hauchdünn am eigenen Torwinkel vorbei (8.).
Die Arminia sendete in den ersten 30 Minuten nur ein Lebenszeichen: Sebastian Hilles‘ Fernschuss fischte Michael Melka allerdings mit einer Glanzparade aus dem Winkel (10.).
David Jansen antwortete mit einem scharfen Flachschuss, der nur Zentimeter am Bielefelder Gehäuse vorbei zischte (12.) und Kunert zwang mit einer Direktabnahme aus 18 Metern Platins zu einer Glanzparade (27.). Eine Minute zuvor war Mike Terranova nach toller Kunert-Vorarbeit vielversprechend in den Arminia-Strafraum eingedrungen, aber seine Hereingabe landete nur bei Bielefelds Philipp Heithölter (26.).
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Doch anstatt eine beruhigende Führung herausgearbeitet zu haben, lag RWO plötzlich in Rückstand. Zunächst hatte Benjamin Weigelt kurz vor der eigenen Torlinie einen Kopfball von Hille geklärt, nachdem sich Melka und Willers bei einer hohen Flanke nicht einig geworden waren. Bei der anschließenden Ecke war die gesamten Rot-Weiß-Abwehr nicht im Bilde und Manuel Hornig konnte aus zwei Metern zum 1:0 (38.) einköpfen.
RWO war geschockt und Melka bewahrte seine Elf gegen den frei vor ihm auftauchenden Hille vor einem Doppelschlag der Gäste (39.).
Dass Hornigs Kopfballtor kurz vor der Pause bereits den Siegtreffer der Partie bedeutete, war der fehlenden Durchschlagskraft der RWO-Offensive und der ausbleibenden Portion Glück beim Abschluss an diesem Tag geschuldet. Dass der Schiedsrichter Tobias Christ zunächst ein Handspiel von Thomas Hübener im Bielefelder Strafraum übersah (55.) und auch den deutlichen Stoß mit beiden Armen von Felix Burmeister im Fünfer gegen Anel Dzaka (65.) ignorierte, ist ja schon zur Normalität geworden in Oberhausen.
RWO rannte im zweiten Durchgang pausenlos auf das Bielefelder Tor, steckte niemals auf, blieb dabei aber über weite Strecken leider einfallslos. Zu viel langer Hafer, zu früh die Brechstange rausgeholt und zu wenige Flankenläufe über die Außenbahnen. Denn wenn es in den zweiten 45 Minuten nochmal richtig im Arminia-Strafraum brannte, dann war RWO eine gute Kombination über die Außen gelungen.
Aber die Ostwestfalen verteidigten mit allen Kräfte die glücklichen Vorsprung und verpassten in der Nachspielzeit bei einem Konter durch den Ex-Oberhausener Christopher Kullmann sogar noch den zweiten Treffer (90.+3).
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RWO: Melka – Schiller, Pappas, Willers, Weigelt – Dzaka, Gyasi – Kunert (73. Steuke), Brown Forbes – Terranova (63. Ellmann), Jansen. Arminia: Platins – Appiah, Hübener, Burmeister, Krük – Schütz, Hornig – Schönfeld (63. Rzatkowski), Heithölter, Hille (71. Rahn) – Agyemang (79. Kullmann). Tor: 0:1 Hornig (38.). – Schiedsrichter: Christ (Münchweiler). – Zuschauer: 6.135. – Gelbe Karten: Brown Forbes, Jansen, Dzaka – Hornig, Kullmann.
Quelle: www.rwo-online.de
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